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LINKS "SEELSORGE ALLGEMEIN"
Die Seelsorge lässt sich auf drei Ebenen praktizieren. Im Grunde üben alle Christen, die in eine Glaubensgemeinschaft eingebunden sind, eine Basisseelsorge aus. Seelsorge auf einer tieferen Ebene findet in Kleingruppen (bis vier Personen) statt. Es können Gebetsgemeinschaften sein oder Minigruppen, in denen Lebensprobleme ausgetauscht und Vertrauensbeziehungen auf Freundschaftsbasis mit Gott aufgebaut werden. Die dritte Ebene beginnt mit der Mandatierung eines Seelsorgers durch eine Person. Auf dieser Ebene entsteht eine systematische Beziehung, deren Verlauf geplant wird. Der Seelsorger dient als Begleiter und hilft durch gezielte Fragen, dem Klienten seine Situation konkret sichtbar zu machen. Im Falle diagnostizierter Pathologien schaltet der Seelsorger einen professionellen Therapeuten ein. Er kann aber weiter als Bindeglied zwischen Patienten und Therapeuten agieren. Leider gibt es viele christliche Gemeinden, die einer "Vergeistlichung" unterliegen. Sie betrachten den Menschen lediglich als spirituelles Wesen. Dabei vergessen sie, dass der Mensch auch eine physische und psychische Einheit mit genuinen Bedürfnissen darstellt. Wird diese Tatsache missachtet, kann es zu missbräulichen geistlichen Praktiken kommen. Ein geistlicher Perfektionismus macht sich negativ bemerkbar. Sehr viele Menschen mit Missbrauchshintergrund quälen sich weiter mit unerreichbaren ethischen Prinzipien der Bergpredigt, obwohl sie aufgrund frühkindlicher Dispositionen nicht vollständig urteilsfähig sind. Der Verfasser kennt Fälle, in denen Sektenmitglieder einem Patienten in einer psychiatrischen Klinik die Medizin weggenommen haben und ihm drohten, er sei vom Teufel, wenn er auf diese weltlichen Hilfsmittel verzichte. Dieses sind die traurigen Folgen eines Buchstabenchristentums, das auf Seelsorge verzichtet.
Mitglied einer Sekte werden Menschen mit pathologischen Dispositionen in ihrer Persönlichkeit oder schwachen Identitäten. Sie sind anfällig für einfache Botschaften und lassen sich leicht beeinflussen. Deshalb sind sie leichte Opfer für manipulierende Maßnahmen religiöser Gruppe. Nach der ersten Begeisterung kommt es zu inneren Zweifeln, die verdrängt werden, und einer Phase größerer Apathie. Wenige schaffen den Ausstieg und viele gehen in den Ursprungsradikalismus zurück. Dieser Zyklus kann sich mehrfach wiederholen. LINKS "AUSSTIEG AUS SEKTEN"
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